Werkbank Materialeffizienz

Durchschnittlich fallen Materialkosten von 45% im produzierenden Gewerbe an. 20% Ersparnis wären dabei durch technische Modernisierung möglich.* Im Bereich Ressourceneffizienz sind die Potentiale in Unternehmen nicht ausgeschöpft und es gibt einen hohen Bedarf an Ressourceneffizienzmaßnahmen. Das sehen rund 70% aller befragten Unternehmen einer Studie des VDI Zentrum Ressourceneffizienz so.** Diesen Bedarf haben wir uns zum Anlass genommen, die Werkbank Materialeffizienz ins Leben zu rufen.

Obwohl der effiziente Einsatz von Ressourcen positive Effekte sowohl für die Umwelt als auch für die Wirtschaftsleistung hat, existieren in vielen Unternehmen noch Hemmungen, sich hinsichtlich der effizienteren Nutzung von Ressourcen besser aufzustellen. Diese Hemmnisse zu analysieren, deren technische Lösungen zu skizzieren, ihre Implementierung über KVP einzuleiten und dabei die Menschen für diesen Change zu begeistern, ist unsere Aufgabe.

Sechs Unternehmen – von global aktiver Industrie bis hin zu klassischen KMU – bilden den Teilnehmerkreis der Werkbank. Abzubilden gilt es ebenfalls so kritische Themen wie dafür notwendige Investitionen, die Sicherstellung der Prozesssicherheit und Produktqualität, sowie eine vorübergehende zusätzliche Belastung des Unternehmens während der Umsetzung der Maßnahmen, die zu höherer Ressourceneffizienz führen.

Ausgemachte Ziele sind: Eine Verringerung der Umweltbelastungen, sowie die Senkung betriebswirtschaftlicher Kosten in allen relevanten Bereichen. Die Realisierung dieser sichert die internationale Wettbewerbsfähigkeit baden-württembergischer Unternehmen und ermöglicht die Entwicklung eines Leitmarkts für ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistungen in unserem Bundesland und damit für Deutschland.

Dabei setzt die Werkbank mit einer Initialberatung in den jeweiligen Unternehmen an, richtet Arbeitstreffen aus – unter allen Beteiligten, und mit konkreten Schritten zu den vereinbarten Zielen von Veränderungsmaßnahmen, und dokumentiert deren Umsetzung und ressourceneffiziente Wirkung mit jährlichem Monitoring. Zusätzlich werden durch UKOM Referenten zu den Treffen geladen, die zu relevanten Themen und Methoden sprechen. Für die technische Seite ist mit entsprechender Verschwiegenheitserklärung BOSCH Energy & Buildingsolutions GmbH als Kooperationspartner für UKOM mit an Bord.

Aufgrund der erhobenen Daten und erfolgreichen Umsetzung wurde die Laufzeit von mobile MFCA für das Konsortium aus ifu und UKOM bis Mitte 2020 verlängert. Nicht nur dass die teilnehmenden Unternehmen bei geltender Kostenneutralität natürlich weiter dabei bleiben – es konnte sogar noch ein weiteres Unternehmen aus der Kategorie Global Player hinzu gewonnen werden.