UKOM-Veranstaltungsreihe online

In einer sechsteiligen Veranstaltungsreihe bietet UKOM Online-Seminare und -Vorträge zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz an, die sich speziell an KMU im produzierenden Gewerbe richten.

Die Veranstaltungen finden jeweils MONTAGS 16:30-17:30 UHR statt.

Die Termine werden sobald wie möglich hier bekannt gegeben.

Für UKOM-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Für externe Interessierte beträgt die Teilnahmegebühr 20 Euro. Zur Anmeldung oder bei Fragen melden Sie sich bitte bei Tabea Güers (gueers@ukom.de, 06221-7592336).

Unser Programm:

Frequenzumrichter für mehr Energieeffizienz

26.04.2021 - „Energieeffizienz für ungeregelte Pumpen, Kompressoren und Lüfter"

UKOM lädt zur ersten Online Veranstaltung 2021 mit dem Thema „Energieeffizienz für ungeregelte Pumpen, Kompressoren und Lüfter" ein. Referent ist Max Burger, Geschäftsführer der IWIK GmbH.

Termin:

Montag, 26. April 2021 16:30-17:30 Uhr

Energieeffizienz ist für Unternehmen heute wichtiger denn je - zum einen aus Gründen des Klimaschutzes, zum anderen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Kostenreduktion zu sichern. Die Nachrüstung von Frequenzumrichtern für Antriebe ohne elektronische Regelung ist da eine geeignete Maßnahme, weil sich hierüber deutliche CO2-Einsparungen bei gleichzeitiger Kostenreduktionen erreichen lassen. Da ca. 70% des industriellen Stromverbrauches auf mechanische Anwendungen entfallen, gibt es für die Modernisierung und Nachrüstung von Antrieben ein weites Anwendungsfeld. Hier wird erläutert, in welchen Bereichen und Anwendungen in der Industrie der Stromverbrauch und Einsparpotentiale mit am größten sind. Obwohl die Techniken dafür längst etabliert sind, finden in diesen Bereich bezogen auf das Einsparpotential wenig Maßnahmen zur Effizienzsteigerung statt.

Während neue Anlagen und Maschinen oft schon ab Werk energieoptimiert sind, schlummern in den älteren Anlagen und im Bestand oft noch große Potentiale. Dabei amortisieren sich Nachrüstungen oftmals sehr schnell. Die Realisierbarkeit der Einsparungen und die praktischen Auswirkungen einer Nachrüstung lassen sich sogar unter realen Bedingungen unverbindlich testen. Zusätzlich zu den Einsparungen bei Stromverbrauch und -kosten wird die Nachrüstung mit modernen Antrieben großzügig vom Staat gefördert.

Für den Fall, dass die Investitionsbereitschaft dennoch ausbleibt, beschreibt das Geschäftsmodell „Kostenlos Kosten sparen“ eine innovative Möglichkeit, bei der Unternehmer sofort von den Einsparungen profitieren, dabei die Umwelt schützen, ohne dafür investieren zu müssen.

Stichpunkte des Vortrags:

  • Anwendungen mit großen Einsparpotentialen
  • Möglichkeit der Nachrüstung bzw. Modernisierung
  • Ermittlung des konkreten Einsparpotentiales und Test im realen Einsatz
  • Amortisation und Fördermöglichkeiten
  • Neuartiges Finanzierungsmodell zum sofortigen Kostensparen

 

Im Anschluss FAQ und Diskussion

Bei Interesse an diesem Thema, einfach bei UKOM melden.

 

 

Additive Fertigung zur Steigerung der Resilienz

10.05.2021 - „Additive Fertigung zur Steigerung der Resilienz"

UKOM lädt zur zweiten Online Veranstaltung 2021 mit dem Thema „Erhebung zur Identifikation von Potenzialen der Additiven Fertigung zur Steigerung der organisatorischen Resilienz von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes" ein. Referenten sind Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper und Hajo Groneberg vom Fraunhofer IPA Projektgruppe Prozessinnovation, sowie Werner Maass  vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz.

 Termin:

Montag, 10. Mai 2021 16:30-17:30 Uhr

 

Hintergrund und Motivation:

Auch die Pandemie stellt unternehmerisches Handeln vor enorme Herausforderungen. Abstandsregeln zwingen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes zu einer Reduzierung ihrer Kapazitäten. Absatzmärkte und damit die Grundlage vieler Geschäftsmodelle brechen ein. Charakteristisch für Krisen im wirtschaftlichen Kontext ist die Beeinträchtigung/Unterbrechung von Lieferketten, wodurch die Produktion gebremst wird oder zum Erliegen kommen kann – selbst wenn nur einzelne Teile oder Baugruppen fehlen. Die additive Fertigung bietet die Möglichkeit, temporär auch komplexe Teile per „production on demand“ verfügbar zu machen.

Projekt:

Mit der Erhebung werden alle relevanten internen Unternehmensbereiche, wie z. B. die Produktion, Logistik und Administration als auch Service- und Unterstützungsfunktionen (Instandhaltung, Facility Management) adressiert und der aktuelle Status quo der Unternehmen erfasst. Die Nutzung der Additiven Fertigung bringt wesentlichen Potenziale in den verschiedenen Bereichen eines Wertschöpfungssystems mit sich. Diese Fähigkeiten fördern die Resilienz eines Wertschöpfungssystems nachhaltig. Aus diesem Grund soll im Rahmen dieser Studie der erste Schritt gegangen werden mit dem Ziel, die Potenziale der Additiven Fertigung zur Steigerung der organisatorischen Resilienz zu identifizieren.

Projektziel:

Abgestimmte, bedarfsorientierte Handlungsempfehlungen zur resilienten Unternehmensausrichtung durch den Einsatz der Additiven Fertigung in Ableitung der Studienergebnisse. Der primäre Nutzen ist für KMU, welche die Handlungsempfehlungen aufgreifen/in ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen. Die Studie soll praxisgerechte Anhaltspunkte liefern und Potentiale aufzeigen, wie sich Unternehmen zukünftig präventiv besser aufstellen.

Der Fokus liegt auf folgenden Nutzenschwerpunkten:

  • Untersuchung innovativer Netzwerkstrukturen, die durch Kollaboration eine regionale Autarkie erzeugen können (Stichwort: „Regionale Schwarmintelligenz“)
  • Flexibilisierung der Lieferketten (bspw. durch dezentrale/regionale Fertigung, steigende Digitalisierung in der Produktion, Komplexitätsreduktion der Supply Chains)
  • Informationen zu Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Resilienz zur strategischen Vorbereitung auf künftige Krisensituationen (Resilienz als Zielgröße nachhaltigen Wirtschaftens)
  • Aufbau von Know-How und Kompetenzen im Bereich Resilienz und additive Fertigung
  • Vorbereitung von Kooperationen zu Partnern im Bereich der additiven Fertigung
  • Möglichkeiten zur Implementierung der additiven Fertigung in eine resiliente Unternehmensinfrastruktur
  • Erschließung neuer Geschäftsmodelle und Steigerung der Flexibilität, Innovativität und Widerstandsfähigkeit (bspw. Verkürzung Produktentstehungszyklen durch wirtsch. Prototypenfertigung, konstruktive Gestaltungsfreiheit und digitale Netzwerkbeziehungen)

 

Im Anschluss FAQ und Diskussion

Für UKOM-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Für externe Interessierte beträgt die Teilnahmegebühr 20 Euro. Die Anmeldung erfolgt über Tabea Güers (gueers@remove-this.ukom.de).

 

 

Quick-Check Klimaneutralitäts-Performance (QC)

17.05.2021 - „Klimaneutralität für KMU mit der Quick-Check Klimaneutralitäts-Performance (QC)"

UKOM lädt zur dritten Online Veranstaltung 2021 mit dem Thema „Klimaneutralität für KMU mit der Quick-Check Klimaneutralitäts-Performance (QC)" ein. Referent ist Dipl. Ing. Hans-Jochen Banhardt von Banhardt Consulting.  

Termin:

Montag, 17. Mai 2021 16:30-17:30 Uhr

Die Anstrengungen zur Erlangung von Klimaneutralität in den Unternehmen werden heute von den Kunden, der Gesellschaft, von Wissenschaft und der Politik erwartet und vorgegeben. Klimaneutralitätsziele sind in vielen Regionen & Ländern bereits formuliert: Klimaneutralität EU/DE für 2050, Zwischenziel 2030 „EU Green Deal“ 55% Reduktion der Treibhausgase vs. 1990. Aber auch von Mitarbeitern - und mittlerweile den Kapitalgebern - ist dies gefordert. Damit ist es auch Megathema für kleine und mittlere Unternehmen.

Das Ziel des QC ist die Bestandsanalyse & Ausarbeitung von Maßnahmen zur Erreichung von Klimaneutralität. Der QC ist ein unternehmensinternes Instrument, kein (weiteres) Instrument zur Berichterstattung, und ist ausschließlich auf die Steigerung der Unternehmensleistung (inkl. quick wins) fokussiert.

QC wird in Zusammenarbeit von dokeo mit Banhardt Consult bereitgestellt. Die Basis des QC bilden rund 170 Indikatoren* aus allen Unternehmensbereichen. Sie beschränken sich dabei nicht nur auf die Wertschöpfungskette innerhalb des Unternehmens. Kunden, Zulieferer aber auch gesellschaftliche Aspekte werden hierbei berücksichtigt. Zu jedem Indikator werden mehrere Antwort-Optionen vorgegeben. Aus den Antworten ist der aktuelle Status der Klimaneutralitäts-Anstrengungen des Unternehmens ersichtlich. Die aktuelle Klimaneutralitäts-Performance sowohl des Gesamtunternehmens als auch der einzelnen Unternehmensbereiche wird graphisch dargestellt. Ebenso die Performance im Vergleich zum Mittelwert aller Firmen, die sich diesem Check unterzogen haben. Darüber hinaus werden weitreichende Empfehlungen zur Verbesserung der Performance des Unternehmens entwickelt und gerne auf Wunsch im Unternehmen persönlich präsentiert und diskutiert.

Die Durchführung dauert zwischen 2 und 6 Wochen. Dabei unterstützt dokeo sowohl die Unternehmensleitungen und ggf. die Unternehmenseinheiten bei der Umsetzung in sieben Schritten: Bestellung, Indikatoren-Satz ausfüllen, Validierung, erste Auswertung, Korrekturphase, Nacharbeit.

Stichpunkte des Vortrags:

  • Vorstellung und Erläuterung des QC
  • Erklärung der Vorgehensweise
  • Beispiele erfolgreicher Anwendungen (anonymisiert)
  • Zeitliches Involvement für die Unternehmen
  • Kosten

 

Im Anschluss FAQ und Diskussion

Für UKOM-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Für externe Interessierte beträgt die Teilnahmegebühr 20 Euro. Die Anmeldung erfolgt über Tabea Güers (gueers@ukom.de).

 

 

Energie vor Ort ökologisch und ökonomisch erzeugen und nutzen

07.06.2021 - „Wenn Energie vor Ort ökologisch und ökonomisch erzeugt und genutzt werden kann - worauf warten?"

UKOM lädt zur vierten Online Veranstaltung mit dem Thema „Wenn Energie ökologisch und ökonomisch vor Ort erzeugt und genutzt werden kann - worauf warten?" ein. Referenten sind Thomas Brümmer, Lothar Bauder, Steven Parstorfer von AVR Energie GmbH.

Termin

Montag, 07. Juni 2021 16:30-17:30 Uhr

Die AVR Energie GmbH ist ein regionaler Partner in der Metropolregion Rhein-Neckar für regenerative Energiekonzepte und Klimaschutz. Mit einem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsportfolio unterstützt die AVR Energie u.a. Industrie- und Gewerbekunden damit, verstärkt regenerative Energien zu nutzen und bei der effizienten Umsetzung von Maßnahmen und Betriebsoptimierungen. Von der Konzeptionierung und Projektsteuerung für Photovoltaikanlagen über LED-Beleuchtungskonzepte und Energie-EffizienzBeratungen bis hin zum Rundum-Sorglos-Paket eines Energie-Contractings.

Für z.B. die mittelfristige Aufstellung einer möglichen Eigenenergieerzeugung gilt es zunächst standortbezogen sinnvolle Energieeinsparpotenziale zu entdecken und zu ermitteln, ob diese mittelfristig wirtschaftlich gehoben werden können. Daraus wird der künftige mittelfristige Energiebedarf unter Betrachtung der Tageslastgänge eruiert, um eine bedarfsgerechte neue Energie-Erzeugung zu konzeptionieren. Photovoltaik, Solarthermie, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe, Pellet-/Gaskessel etc. – viele Möglichkeiten kommen dafür in Frage und ohne Frage vielerlei staatliche Fördermitteloptionen und steuerlich vorteilhafte Aspekte zur Unterstützung.

Um Energie- und Wärmeversorgung von Gebäuden entsprechend der gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten, werden immer komplexere Anlagen nötig. Die Komplexität der Energiesysteme bedeutet für KMU und Gewerbetreibende oft hohe Anforderungen bei Handhabung & Betrieb. Hier bietet sich Energie-Contracting als einfache und effektive Lösung an.

Last but not least sollte ein Unternehmen mit entsprechendem Fuhrpark alternative Mobilitätsoptionen prüfen. Hier steht aufgrund einfach handhabbarer Lade-Infrastruktur und einem umfangreichen Fahrzeugangebot aktuell die E-Mobilität im Vordergrund. In den Vorträgen wird auf Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten eingegangen und die einzelnen Themenblöcke werden mit ausgeführten Praxisbeispielen veranschaulicht.

Stichpunkte der Vorträge:

  • Energieeffizienz: LED-Beleuchtung mit intelligenter Steuerung
  • Eigenenergieerzeugung: Blockheizkraftwerk und Photovoltaik
  • Eigenenergienutzung: E-Mobilität für die Fahrzeugflotte
  • Energie-Contracting – eine Option?

 

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Ressourceneffizienz in globalen Wertschöpfungsketten (Kligwer)

tbd. - „Klimaschutz in globalen Wertschöpfungsketten durch Ressourceneffizienz in der produzierenden Wirtschaft (Kligwer)"

UKOM lädt zur Online Veranstaltung mit dem Thema „Klimaschutz in globalen Wertschöpfungsketten durch Ressourceneffizienz in der produzierenden Wirtschaft (Kligwer)" ein. Referent und Termin werden in kürze bekannt gegeben.

Termin folgt

Montag, tbd. 16:30-17:30 Uhr

 

Hintergrund und Motivation:

Unternehmen setzen schon seit vielen Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz um und reduzieren so ihre THG-Emissionen. Zunehmend entwickeln sie durchgängige Klimaschutzstrategien, die eine klimaneutrale Produktion ihrer Standorte und deren Umfeld sicherstellen. Diese Scope 1 und Scope 2 genannten Bereiche führen dabei in erster Linie zu regionalen Senkungen der THG-Emissionen und tragen wesentlich zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele bei. In ihrer weltweiten Lieferkette aber - dem sogenannten Scope 3 – liegt für sie ein deutlich größerer Hebel. Hier anzusetzen, die Emissionen mit vernünftigem Aufwand ausreichend genau zu bestimmen, ist der Schwerpunkt.

Projekt:

Bei sehr vielen eingekauften Waren und Rohstoffen, die in Unternehmen typischerweise (Zehn)Tausende von Einzelpositionen umfassen können und einer Vielzahl von Lieferanten mit tief verschachtelten Lieferketten und Liefernetzwerken, kann die THG-Bilanzierung durch Verfolgung der einzelnen Produkte und ihrer Lieferwege nicht mehr zeitlich aktuell und wirtschaftlich sinnvoll erfolgen. Einen effizienten Ansatz bilden die sogenannten multiregionalen Input-Output-Analysen (MRIO) aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Projektziel:

Das Projekt hat das Ziel, umfassende THG-Emissionsbilanzen für die betriebliche Praxis unter Einbeziehung der Rohstofflieferketten mit vernünftigem Aufwand und ausreichender Genauigkeit zu ermöglichen. Methodisch wird dazu auf multiregionalen Input-Output-Analysen (MRIO) aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung aufgebaut, die entsprechend konfiguriert und weiterentwickelt werden sollen. Anhand von konkreten Beispielen von Unternehmen des produzierenden Gewerbes erfolgt die praxisnahe Weiterentwicklung und Adaption des methodischen Ansatzes der multiregionalen In-/Output-Analysen (MRIO). Die beteiligten Unternehmen erhalten eine kostenlose Berechnung ihrer Scope 1/2/3 -THG-Bilanzierung. Ein webbasiertes Tool zur Berechnung der THG-Bilanz für den Scope 1 - 3 – Bereich steht anschließend allen Unternehmen für drei Jahre kostenlos zur Verfügung. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt federführend durch die Hochschule Pforzheim, Institut für Industrial Ecology (INEC) in Zusammenarbeit mit der Firma Systain Consulting GmbH, Hamburg und dem THINKTANK-irs. Das Projekt wird aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und Industriemitteln des THINKTANK-irs gefördert.

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Ressourcenschonung durch Distributed-Ledgers- und Blockchain-Technologie

tbd. - „Ressourcenschonung durch Distributed-Ledgers- und Blockchain-Technologie für die industrielle Produktion und Kreislaufwirtschaft"

UKOM lädt zur Online Veranstaltung mit dem Thema „Ressourcenschonung durch Distributed-Ledgers- und Blockchain-Technologie für die industrielle Produktion und Kreislaufwirtschaft" ein. Referent und Termin werden in kürze bekannt gegeben.

Termin folgt

Montag, tbd. 16:30-17:30 Uhr

 

Hintergrund und Motivation:

Entlang des Lebenszyklus von Produkten werden umfangreiche Daten generiert. Viele Akteure nutzen sie für ihre Entscheidungen. In Wertschöpfungsnetzen sind diese Informationen dezentral verteilt. Während der Nutzungsphase fallen weitere Informationen an, wobei der datengenerierende Konsument in der Regel kein originäres Interesse an deren Weitergabe und Sammlung hat. Am Ende der Kette wären diese Daten wiederum für eine effiziente Kreislaufführung von größtem Wert. Datenerzeugung und Interesse an der Datennutzung sowie die Motivation der Datenweitergabe fallen bei den Akteuren extrem auseinander. Dabei kann der gemeinsame Zugriff auf die generierten Informationen die Effektivität und Effizienz des gesamten Systems erheblich erhöhen.

Projekt:

Mit dem Konzept der Distributed Ledgers und der Blockchain sind in den letzten Jahren Technologien entwickelt worden, die wenigstens zum Teil die genannten Widersprüche lösen und die gewünschte Nachverfolgbarkeit von Daten über die Gesamtkette/-netze mit der notwenigen Sicherheit gewährleisten können. Das Projekt soll die notwendigen (daten)technischen Ansätze und Voraussetzungen klären, die Gewährleistung der Richtigkeit der Übertragung der Realdaten in das digitale System analysieren, das dazu notwendige DLT-Systemkonzept entwickeln, sowie exemplarisch eine Plattform aufbauen und am Beispiel realer Material-, Produkt- und Stoffstromdaten von beteiligten Unternehmen prüfen.

Projektziel:

Ziel ist es, Daten zum gesamten Lebenszyklus zu sammeln und abzubilden. Es sollen für möglichst alle Lebenszyklusphasen mit exemplarisch ausgewählten Produkten und Anwendungsfälle betrachtet werden.

Zu den möglichen Anwendungsfällen gehören beispielweise:

  • Informationen zu Produktdeklarationen und gesetzliche Berichtspflichten,
  • Herkunftsnachweise für Konfliktmineralien oder Rohstoffen aus sozial kritischen Quellen,
  • Umweltinformationen, CO2-Footprint, Live-LCA mit Realdaten,
  • Optimierung des Lieferkettenmanagements und der Produktion unter Nutzung des „digital twin“ und Industrie 4.0
  • Informationen zur Nutzungsphase zur Verbesserung eines langlebigen Designs und der vorbeugenden Wartung (predictive maintenance)
  • Verbesserung von Sammlungssystemen von EoL-Produkten
  • Neue Geschäftsmodelle für ReUse, ReManufacturing und Refurbishment
  • Optimierung der Kreislaufwirtschaft durch vorherbestimmbare Abfallmengen und - zusammensetzungen
  • Neue Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft

 

Im Anschluss FAQ und Diskussion