Ressourceneffizienz mit MFCA

Die Materialflusskostenrechnung (Material-Flow-Cost-Accounting MFCA) ermöglicht Unternehmen sowohl die Analyse und Visualisierung ihrer Stoffströme, als auch die Ermittlung produktbezogener CO2-Fußabdrücke. Durch die Vermeidung von Materialverlusten (Abfällen) spart das Unternehmen Energie, Kosten und CO2-Emissionen. MFCA stellt somit ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Materialeffizienz in produzierenden Unternehmen dar, welches über die ISO 14051 normiert ist.

Allen im Bundesland ansässigen Unternehmen stellt das Land Baden-Württemberg zur Analyse eine kostenlose Software zu Verfügung (bw!MFCA). Mittels bw!MFCA lassen sich nicht nur Material-, Energie-, und Kostenströme analysieren, sondern auch Einspar- und Verbesserungspotentiale aufdecken.

In Zusammenarbeit mit den Softwareentwicklern und durch Unterstützung der DBU ebnet UKOM derzeit den Weg für eine vertiefte Software-Optimierung. Dazu gründete UKOM einen internen Arbeitskreis aus produzierenden Unternehmen, die in der Softwarenutzung geschult werden und durch die Nutzung und betriebliche Prüfung weitere Optimierungspotenziale aufdecken.

Im Dezember 2019 trafen sich die teilnehmenden Unternehmen, um ihre Erfahrungen mit den Entwicklern zu teilen und weitere Forschungspotenziale aufzuzeigen. Damit tragen sie zur Optimierung der Software in Datenübernahme, Handhabung, Datenerfassung an den Produktionsanlagen und Bilanzierung des produktbezogenen CO2-Fußabdruck bei, um sie für weitere Unternehmen noch bedienungsfreundlicher und effizienter zu gestalten.

Aufgrund der erhobenen Daten und erfolgreichen Umsetzung wurde die Laufzeit von mobile MFCA für das Konsortium aus ifu und UKOM bis Mitte 2020 verlängert. Nicht nur dass die teilnehmenden Unternehmen bei geltender Kostenneutralität natürlich weiter dabei bleiben – es konnte sogar noch ein weiteres Unternehmen aus der Kategorie Global Player hinzu gewonnen werden.